Reitangst nach einem Sturz – Wie Du wieder Vertrauen und Sicherheit im Sattel findest | Nobbenhof Sonsbeck & Online

Reitangst nach einem Sturz ist häufiger als viele denken

Ein Sturz vom Pferd kann das Leben eines Reiters innerhalb weniger Sekunden verändern. Oft sind die körperlichen Verletzungen längst verheilt, doch die Angst bleibt. Viele Reiterinnen und Reiter berichten, dass sie seit einem Sturz nicht mehr unbeschwert aufs Pferd steigen können.

Plötzlich werden Situationen, die früher selbstverständlich waren, zur Herausforderung. Schon beim Putzen des Pferdes kreisen die Gedanken um mögliche Gefahren. Vor dem Aufsteigen steigt die Nervosität. Beim Reiten selbst werden kleinste Bewegungen des Pferdes überinterpretiert.

Wenn Du Dich darin wiedererkennst, bist Du nicht allein. Reitangst nach einem Sturz gehört zu den häufigsten Gründen, warum erfahrene Reiter ihr Hobby einschränken oder sogar ganz aufgeben.

Warum entsteht Reitangst nach einem Unfall?

Unser Gehirn ist darauf programmiert, Gefahren zu erkennen und uns zu schützen. Nach einem Unfall speichert es die Situation besonders intensiv ab.

Das Problem dabei: Das Gehirn unterscheidet nicht immer zwischen einer tatsächlichen Gefahr und einer Erinnerung. Bereits ähnliche Situationen können dieselben Stressreaktionen auslösen wie damals beim Unfall.

Typische Symptome sind:

  • Herzrasen vor dem Reiten
  • Anspannung im gesamten Körper
  • Unsicherheit beim Aufsteigen
  • Angst vor bestimmten Situationen
  • Vermeidung von Ausritten oder Galopp
  • Grübeln über mögliche Unfälle

Viele Betroffene glauben, sie müssten einfach mutiger sein. Doch Mut allein löst das Problem selten. Die Angst sitzt nicht im Verstand, sondern tief im emotionalen Erleben.

Wenn die Angst stärker wird

Viele Reiter versuchen zunächst, ihre Angst zu ignorieren. Sie zwingen sich weiterzureiten und hoffen, dass das Problem von selbst verschwindet.

Leider passiert häufig das Gegenteil.

Die Anspannung überträgt sich auf das Pferd. Das Pferd reagiert sensibler oder unsicherer. Dadurch fühlt sich der Reiter bestätigt und die Angst wächst weiter.

Es entsteht ein Kreislauf aus:

Angst → Anspannung → Unsicherheit → weitere Angst

Je länger dieser Kreislauf besteht, desto schwieriger wird es häufig, ihn allein zu durchbrechen.

Reitangst bedeutet nicht, dass Du schwach bist

Besonders erfahrene Reiter schämen sich oft für ihre Angst.

Sie denken:

„Früher hatte ich das doch auch nicht.“

„Warum bekomme ich das nicht in den Griff?“

„Alle anderen schaffen es doch auch.“

Tatsächlich entwickeln viele langjährige Reiter nach einem Sturz Ängste. Das hat nichts mit mangelnder Erfahrung oder fehlendem Können zu tun.

Im Gegenteil: Wer bereits viel erlebt hat, weiß genau, welche Folgen ein Unfall haben kann. Das Gehirn versucht lediglich, Dich vor einer Wiederholung zu schützen.

Wie Mentaltraining nach einem Reitunfall helfen kann

Im Mental- und Emotionscoaching arbeiten wir nicht gegen die Angst, sondern mit ihr.

Das Ziel ist nicht, Risiken auszublenden oder leichtsinnig zu werden. Vielmehr geht es darum, die emotionale Belastung des Erlebnisses zu reduzieren und dem Gehirn wieder Sicherheit zu vermitteln.

Dabei werden belastende Erinnerungen verarbeitet und neue positive Verknüpfungen aufgebaut.

Viele Klienten berichten bereits nach wenigen Sitzungen über:

  • mehr Ruhe vor dem Reiten
  • entspannteres Aufsteigen
  • mehr Vertrauen zum Pferd
  • weniger Grübeln
  • mehr Freude am Umgang mit dem Pferd

Vertrauen zum Pferd nach einem Sturz wieder aufbauen

Nach einem Unfall verlieren viele Reiter nicht nur das Vertrauen in sich selbst, sondern auch in ihr Pferd.

Dabei ist das Pferd oft gar nicht die eigentliche Ursache der Angst.

Der Vertrauensaufbau gelingt meist am besten in kleinen Schritten:

  • Zeit mit dem Pferd verbringen
  • Bodenarbeit nutzen
  • positive Erfahrungen sammeln
  • realistische Ziele setzen
  • Druck reduzieren

Jede positive Erfahrung hilft dem Gehirn dabei, neue Sicherheit zu entwickeln.

Reitangst überwinden am Niederrhein

Als Mental- und Emotionscoach begleite ich seit vielen Jahren Menschen dabei, belastende Ängste und Blockaden zu lösen.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf Reitangst, Angst nach Reitunfällen und dem Wiederaufbau von Vertrauen zwischen Reiter und Pferd.

Gemeinsam mit meiner Tochter Svenja Obst, die als Pferdetrainerin arbeitet, können wir auf Wunsch sowohl die mentale Seite des Reiters als auch mögliche Unsicherheiten beim Pferd betrachten.

Auf dem Nobbenhof in Sonsbeck am Niederrhein finden viele Reiter einen geschützten Rahmen, um wieder Sicherheit zu entwickeln und neue positive Erfahrungen zu sammeln.

Du musst die Angst nicht einfach akzeptieren

Viele Betroffene leben jahrelang mit ihrer Reitangst. Sie verzichten auf Ausritte, meiden den Galopp oder steigen nur noch mit schlechtem Gefühl aufs Pferd.

Doch Angst nach einem Sturz muss nicht dauerhaft bleiben.

Je früher die emotionale Verarbeitung erfolgt, desto leichter gelingt häufig der Weg zurück zu mehr Sicherheit und Freude am Reiten.

Wenn Du nach einem Sturz Angst entwickelt hast, bedeutet das nicht das Ende Deiner Reiterkarriere. Es ist lediglich ein Zeichen dafür, dass Dein Gehirn noch versucht, Dich zu schützen.

Mit der richtigen Unterstützung kann daraus wieder Vertrauen entstehen – in Dich selbst, in Dein Pferd und in das gemeinsame Reiten.

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