Kennst Du das Gefühl, dass Dein Kopf einfach nicht zur Ruhe kommt? Du denkst an den nächsten Schritt, daran, was schiefgehen könnte oder ob Du alles richtig machst. Oft merken wir dabei gar nicht, wie sehr sich unsere innere Anspannung auf unser Pferd überträgt.

Dabei beginnt Vertrauen häufig nicht mit einer neuen Technik oder einer schwierigeren Übung, sondern mit einem Moment bewusster Wahrnehmung.

Mit der Wahrnehmungsrunde möchten wir Dir eine einfache Übung zeigen, die sowohl Dich als auch Dein Pferd unterstützt. Sie hilft Dir, im Hier und Jetzt anzukommen, und gibt Deinem Pferd die Möglichkeit, sich an Deiner Ruhe zu orientieren.

Warum bewusste Wahrnehmung so wichtig ist

Unser Gehirn ist ständig damit beschäftigt, Situationen zu bewerten. Gerade wenn Unsicherheit oder Angst eine Rolle spielen, kreisen unsere Gedanken häufig um mögliche Fehler oder Gefahren.

Aber Dein Pferd erlebt diesen Moment ganz anders. Es nimmt vor allem wahr, wie ruhig, klar und präsent Du bist. Je besser Du wahrnimmst, was gerade wirklich passiert, desto leichter entsteht Vertrauen, bei Dir und bei Deinem Pferd.

Der Aufbau

Du benötigst lediglich vier Pylonen.
Platziere sie in einem Quadrat mit ausreichend Abstand zueinander, etwas 8 bis 12 Meter sind meistens perfekt. Du kannst die Position der Pylonen im Laufe der Übung noch anpassen, also erstmal einfach hinstellen und ausprobieren.

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Der Aufbau

Du benötigst lediglich vier Pylonen.
Platziere sie in einem Quadrat mit ausreichend Abstand zueinander, etwas 8 bis 12 Meter sind meistens perfekt. Du kannst die Position der Pylonen im Laufe der Übung noch anpassen, also erstmal einfach hinstellen und ausprobieren.

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Die vier Fragen

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Versuche dabei, nur wahrzunehmen. Nicht bewerten. Nicht analysieren. Nicht verändern. Einfach beobachten.

Variante 1: Am Boden

Diese Variante ist besonders gut, wenn Du die Übung zum ersten Mal ausprobierst, Dein Pferd noch jung ist oder Ihr Eure Kommunikation vom Boden aus stärken möchtet.

Führe Dein Pferd an einem lockeren Führstrick und achte darauf, dass Ihr beide entspannt unterwegs seid. Es geht nicht darum, Dein Pferd perfekt zu positionieren oder besonders exakt zu führen. Viel wichtiger ist, dass Ihr gemeinsam zur Ruhe kommt und bewusst Zeit miteinander verbringt.

Halte an jeder Pylone kurz an und nimm Dir einige Sekunden Zeit für die Wahrnehmungsübung. Anschließend geht Ihr in ruhigem Tempo weiter zur nächsten Pylone.

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Variante 1: Am Boden

Diese Variante ist besonders gut, wenn Du die Übung zum ersten Mal ausprobierst, Dein Pferd noch jung ist oder Ihr Eure Kommunikation vom Boden aus stärken möchtet.

Führe Dein Pferd an einem lockeren Führstrick und achte darauf, dass Ihr beide entspannt unterwegs seid. Es geht nicht darum, Dein Pferd perfekt zu positionieren oder besonders exakt zu führen. Viel wichtiger ist, dass Ihr gemeinsam zur Ruhe kommt und bewusst Zeit miteinander verbringt.

Halte an jeder Pylone kurz an und nimm Dir einige Sekunden Zeit für die Wahrnehmungsübung. Anschließend geht Ihr in ruhigem Tempo weiter zur nächsten Pylone.

Variante 2: Geritten

Wenn Ihr die Übung bereits vom Boden kennt oder Ihr Euch beide dabei wohlfühlt, könnt Ihr sie auch geritten durchführen.

Reite die Strecke im ruhigen Schritt. Achte darauf, dass Dein Pferd gleichmäßig und gelassen geht. An jeder Pylone hältst Du für 5 bis 10 Sekunden an und richtest Deine Aufmerksamkeit bewusst auf die Wahrnehmungsfragen.

Versuche dabei, Dein Pferd nicht ständig zu korrigieren oder an Kleinigkeiten zu arbeiten. Diese Übung ist kein Dressurtraining und kein Test, ob alles perfekt funktioniert. Sie ist eine Einladung, den Moment gemeinsam wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und Vertrauen wachsen zu lassen.

Gerade wenn Du dazu neigst, während des Reitens viel nachzudenken oder alles kontrollieren zu wollen, kann diese bewusste Pause an jeder Pylone helfen, wieder im Hier und Jetzt anzukommen, und Deinem Pferd genau die Sicherheit zu geben, die es von Dir braucht.

Svenja Reitunterricht

Variante 2: Geritten

Wenn Ihr die Übung bereits vom Boden kennt oder Ihr Euch beide dabei wohlfühlt, könnt Ihr sie auch geritten durchführen.

Reite die Strecke im ruhigen Schritt. Achte darauf, dass Dein Pferd gleichmäßig und gelassen geht. An jeder Pylone hältst Du für 5 bis 10 Sekunden an und richtest Deine Aufmerksamkeit bewusst auf die Wahrnehmungsfragen.

Versuche dabei, Dein Pferd nicht ständig zu korrigieren oder an Kleinigkeiten zu arbeiten. Diese Übung ist kein Dressurtraining und kein Test, ob alles perfekt funktioniert. Sie ist eine Einladung, den Moment gemeinsam wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und Vertrauen wachsen zu lassen.

Gerade wenn Du dazu neigst, während des Reitens viel nachzudenken oder alles kontrollieren zu wollen, kann diese bewusste Pause an jeder Pylone helfen, wieder im Hier und Jetzt anzukommen, und Deinem Pferd genau die Sicherheit zu geben, die es von Dir braucht.

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Was bewirkt diese Übung bei Dir?

Die Wahrnehmungsrunde unterstützt Dich dabei,

  • im Hier und Jetzt anzukommen,
  • Grübeln und Stress loszulassen,
  • Deine Körperwahrnehmung zu verbessern,
  • Deinen Fokus bewusst zu lenken.

Viele Reiterinnen und Reiter stellen fest, dass sie nach wenigen Minuten deutlich ruhiger werden und wieder mehr Verbindung zu ihrem Pferd spüren.

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Was lernt Dein Pferd?

Während Du bewusst wahrnimmst, lernt Dein Pferd,

  • sich an Deiner Ruhe zu orientieren,
  • aufmerksam bei Dir zu bleiben,
  • feine Signale besser zu verstehen,
  • gelassen zu warten.

Deine innere Ruhe wird für Dein Pferd zu einem wichtigen Orientierungspunkt. Je klarer und gelassener Du bist, desto leichter kann auch Dein Pferd entspannen.

Warum diese Übung so wirkungsvoll ist

Die Wahrnehmungsrunde verbindet zwei Perspektiven.Während Du lernst, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und den Moment bewusst wahrzunehmen, erlebt Dein Pferd einen Menschen, der Ruhe und Sicherheit ausstrahlt.Dadurch verbessert sich nicht nur Eure Kommunikation, sondern langfristig auch Euer gegenseitiges Vertrauen.

Manchmal sind es gerade die kleinen Übungen, die den größten Unterschied machen.

Probiert es gemeinsam aus

Nimm Dir bei Eurem nächsten Training zehn Minuten Zeit. Reite oder führe Dein Pferd vier bis sechs ruhige Runden. Halte an jeder Pylone kurz an und beantworte jeweils nur eine der vier Fragen.

Vielleicht wirst Du überrascht sein, was Du heute zum ersten Mal bewusst wahrnimmst, bei Dir selbst und bei Deinem Pferd.

Denn Vertrauen entsteht oft genau dort, wo wir beginnen, wirklich hinzusehen.

Du merkst, dass euch genau diese Basics noch schwerfallen und du wünschst dir Unterstützung?

Wir begleiten wir euch gerne auf eurem individuellen Weg, mit pferdegerechtem Training und einem Blick auf das gesamte Mensch-Pferd-Team.  

Insa Schülzke

Ist Mental- und Emotionscoach mit über 25 Jahren Erfahrung. Sie schreibt über mentale Stärke, Reitangst, persönliche Entwicklung und die Beziehung zwischen Mensch und Pferd. Gemeinsam mit Svenja Obst begleitet sie Menschen und Pferde auf dem Nobbenhof in Sonsbeck

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