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ToggleAngst beim Reiten? 5 einfache Übungen gegen die Angst im Sattel
Mehr Sicherheit und Vertrauen beim Reiten – Mentaltraining am Niederrhein
Kennst Du das? Früher bist Du ganz selbstverständlich geritten. Heute reichen schon ein schneller Galoppsprung, ein schreckhaftes Pferd oder die Erinnerung an einen Sturz, und Dein Herz beginnt zu rasen. Die Hände werden fest, die Atmung flach und plötzlich fühlt sich alles unsicher an.
Mit Reitangst bist Du nicht allein. Gerade viele Freizeitreiterinnen ab 40, 50 oder 60 Jahren erleben irgendwann Momente, in denen die Angst stärker wird als das Vertrauen.
Die gute Nachricht: Angst lässt sich verändern. Oft reichen bereits kleine mentale Übungen, um dem Gehirn wieder Sicherheit zu vermitteln.
Als Mental- und Emotionscoach unterstütze ich auf dem Nobbenhof in Sonsbeck sowie online Reiterinnen und Reiter dabei, ihre Angst zu überwinden und wieder mit Freude im Sattel zu sitzen.
Warum entsteht Angst beim Reiten?
Angst ist zunächst eine sinnvolle Schutzreaktion. Das Gehirn möchte Dich vor möglichen Gefahren bewahren.
Häufige Auslöser sind:
- Sturz oder Unfall mit dem Pferd
- Unsicherheit nach längerer Reitpause
- Schreckhafte oder temperamentvolle Pferde
- Negative Erfahrungen im Gelände
- Verlust von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
- Zunehmendes Sicherheitsbedürfnis mit dem Alter
Das Problem: Das Gehirn unterscheidet oft nicht zwischen tatsächlicher Gefahr und einer Erinnerung an frühere Ereignisse.
Genau hier setzen die folgenden Übungen an.
Übung 1: Die 4-6-Atmung
Wenn Angst entsteht, beschleunigt sich die Atmung.
Atme deshalb bewusst:
- 4 Sekunden einatmen
- 6 Sekunden ausatmen
- 10 Wiederholungen
Durch die längere Ausatmung signalisiert Dein Nervensystem dem Körper Sicherheit.
Diese Übung kannst Du bereits vor dem Aufsteigen durchführen.
Übung 2: Der Sicherheitsfilm
Schließe für zwei Minuten die Augen.
Stelle Dir vor:
- Du steigst entspannt auf.
- Dein Pferd läuft ruhig los.
- Du sitzt locker und sicher.
- Ihr beendet die Einheit erfolgreich.
Je häufiger das Gehirn diesen positiven Film erlebt, desto leichter kann es Vertrauen aufbauen.
Übung 3: Die Erfolgs-Liste
Unser Gehirn erinnert sich besonders gut an negative Ereignisse.
Schreibe deshalb auf:
- Was heute gut geklappt hat.
- Worauf Du stolz bist.
- Welche Situation Du gemeistert hast.
Selbst kleine Erfolge zählen.
Beispiele:
- Ich bin heute aufgestiegen.
- Ich bin trotz Nervosität angalloppiert.
- Mein Pferd blieb ruhig.
So trainierst Du Deinen Fokus auf Sicherheit statt auf Gefahr.
Übung 4: Der Anker für Ruhe
Suche eine kleine Bewegung aus:
- Daumen und Zeigefinger zusammendrücken
- Hand aufs Bein legen
- Zügel kurz bewusst anfassen
Verbinde diese Bewegung immer mit einem Moment der Entspannung.
Nach einiger Zeit verknüpft Dein Gehirn die Bewegung automatisch mit Ruhe und Sicherheit.
Übung 5: Die Angst-Skala
Bewerte Deine Angst vor dem Reiten auf einer Skala von 0 bis 10.
Anschließend frage Dich:
„Was müsste passieren, damit ich einen Punkt sicherer werde?“
Nicht von 8 auf 0.
Nur von 8 auf 7.
Diese kleine Veränderung wirkt für das Gehirn realistisch und umsetzbar.
Warum viele Reiterinnen ihre Angst nicht allein überwinden
Oft versuchen Betroffene:
- mehr Reitstunden zu nehmen
- sich zusammenzureißen
- die Angst zu ignorieren
Das eigentliche Problem sitzt jedoch meist nicht im Reiten selbst, sondern in den gespeicherten Emotionen und Erfahrungen.
Deshalb verschwinden Ängste häufig nicht durch mehr Übung, sondern durch gezielte mentale und emotionale Arbeit.
Unterstützung bei Reitangst am Niederrhein und online
Auf dem Nobbenhof in Sonsbeck begleite ich gemeinsam mit meiner Tochter Svenja Obst Reiterinnen und Reiter dabei, wieder Vertrauen zu sich und ihrem Pferd aufzubauen.
Die Kombination aus Mentalcoaching, Emotionscoaching und pferdegerechter Unterstützung ermöglicht oft bereits in wenigen Terminen deutliche Veränderungen.
Auch Online-Coachings sind für Reiterinnen und Reiter aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich.
Fazit
Reitangst bedeutet nicht, dass Du unsicher oder ungeeignet zum Reiten bist.
Sie zeigt lediglich, dass Dein Gehirn aktuell versucht, Dich zu schützen.
Mit den richtigen Übungen und einer gezielten Begleitung kannst Du wieder Vertrauen entwickeln, entspannter reiten und die Freude am Umgang mit Deinem Pferd zurückgewinnen.
Denn das Ziel ist nicht mutig trotz Angst zu sein.
Das Ziel ist, dass die Angst ihren Einfluss verliert.

