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ToggleReitangst mit 60 – Muss ich jetzt aufhören zu reiten?
Wenn die Angst plötzlich da ist
Viele Reiterinnen über 60 kennen diesen Gedanken:
„Früher hatte ich nie Angst. Warum fühlt sich das Reiten heute so anders an?“
Vielleicht reitest Du bereits seit Jahrzehnten. Du hast Ausritte gemacht, Turniere besucht, junge Pferde ausgebildet oder unzählige schöne Stunden mit Deinem Pferd verbracht. Und trotzdem bemerkst Du plötzlich eine Unsicherheit, die früher nicht da war.
Der Galopp fühlt sich schneller an. Das Pferd wirkt temperamentvoller. Ein Ausritt allein erscheint nicht mehr selbstverständlich. Vielleicht denkst Du häufiger darüber nach, was passieren könnte, wenn Du stürzt.
Wenn Dir das bekannt vorkommt, bist Du nicht allein. Reitangst mit 60 ist ein Thema, über das viele Betroffene nur selten sprechen. Dabei betrifft es deutlich mehr Reiterinnen und Reiter, als man vermuten würde.
Warum entsteht Reitangst mit 60?
Viele Menschen glauben, Angst sei ein Zeichen von mangelndem Können. Das stimmt jedoch nicht.
Tatsächlich entwickeln gerade erfahrene Reiter häufig Unsicherheiten. Der Grund liegt oft darin, dass sich die Sicht auf Risiken verändert.
Mit 20 denkt man selten darüber nach, welche Folgen ein Sturz haben könnte.
Mit 60 sieht das anders aus.
Man weiß aus eigener Erfahrung oder aus dem Umfeld, dass Verletzungen länger brauchen, um zu heilen. Vielleicht gibt es Verantwortung für Familie, Enkelkinder oder den Beruf. Das Gehirn bewertet Risiken anders als früher.
Dadurch können Gedanken entstehen wie:
- Was passiert, wenn ich stürze?
- Wie lange wäre ich außer Gefecht?
- Kann ich meinem Pferd noch vertrauen?
- Sollte ich überhaupt noch reiten?
Diese Gedanken sind völlig normal. Sie bedeuten nicht, dass Du kein guter Reiter mehr bist.
Angst bedeutet nicht, dass Du aufhören musst
Viele Reiterinnen ziehen sich zurück, sobald die Angst größer wird.
Sie galoppieren nicht mehr.
Sie verzichten auf Ausritte.
Sie lassen andere ihr Pferd reiten.
Kurzfristig fühlt sich das oft erleichternd an. Langfristig verstärkt es die Unsicherheit jedoch häufig.
Das Gehirn lernt dadurch:
„Wenn ich vermeide, bin ich sicher.“
Dadurch wächst die Angst oft weiter.
Die bessere Lösung besteht darin, die Ursachen der Unsicherheit zu verstehen und gezielt daran zu arbeiten.
Häufige Auslöser für Reitangst im Alter
Nicht immer steckt ein Unfall dahinter.
Oft entwickeln sich Ängste schleichend.
Typische Auslöser sind:
- ein früherer Sturz
- ein Unfall im Bekanntenkreis
- gesundheitliche Veränderungen
- längere Reitpausen
- ein neues Pferd
- negative Erfahrungen beim Ausreiten
- Kontrollverlust in bestimmten Situationen
Manchmal genügt bereits ein einzelnes Erlebnis, um das Vertrauen nachhaltig zu beeinflussen.
Vertrauen zum Pferd wieder aufbauen
Viele Betroffene berichten, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem Pferd weniger vertrauen.
Das bedeutet nicht automatisch, dass das Pferd problematisch ist.
Häufig hat sich die Wahrnehmung verändert.
Plötzlich werden Bewegungen stärker beobachtet. Kleine Unsicherheiten erscheinen größer als früher. Das Gehirn befindet sich ständig in Alarmbereitschaft.
Vertrauen entsteht nicht durch Druck oder Mutproben.
Vertrauen wächst durch positive Erfahrungen.
Deshalb ist es oft sinnvoll, in kleinen Schritten vorzugehen:
- Bodenarbeit
- Spaziergänge
- entspannte Reiteinheiten
- realistische Ziele
- positive Erfolgserlebnisse
Jede gute Erfahrung stärkt die innere Sicherheit.
Wie Mentaltraining bei Reitangst helfen kann
Viele Reiter versuchen, ihre Angst durch Vernunft zu lösen.
Sie sagen sich:
„Es wird schon nichts passieren.“
„Ich muss mich einfach zusammenreißen.“
Leider funktioniert das selten dauerhaft.
Die Angst entsteht nicht im logischen Denken, sondern in den emotionalen Bereichen des Gehirns.
Genau hier setzt Mental- und Emotionscoaching an.
Ziel ist es, belastende Erfahrungen zu verarbeiten, innere Bilder zu verändern und wieder Vertrauen aufzubauen.
Viele Klientinnen berichten bereits nach wenigen Terminen über:
- mehr Ruhe vor dem Reiten
- weniger Grübeln
- mehr Selbstvertrauen
- mehr Sicherheit im Galopp
- mehr Freude am Umgang mit dem Pferd
Reitangst mit 60 am Niederrhein überwinden
Auf dem Nobbenhof in Sonsbeck begleite ich Reiterinnen und Reiter, die ihre Angst beim Reiten überwinden möchten.
Dabei geht es nicht darum, mutiger zu werden oder Risiken zu ignorieren.
Es geht darum, die eigene Sicherheit zurückzugewinnen und wieder mit Freude zu reiten.
Gemeinsam mit meiner Tochter Svenja Obst kann auf Wunsch auch die praktische Arbeit mit dem Pferd einbezogen werden. So betrachten wir sowohl die mentale Seite des Reiters als auch mögliche Unsicherheiten beim Pferd.
Viele Menschen aus Sonsbeck, Xanten, Wesel, Alpen, Geldern, Kevelaer, Kamp-Lintfort und dem gesamten Niederrhein nutzen diese Möglichkeit, um wieder Vertrauen zu entwickeln.
Du bist nicht zu alt zum Reiten
Eine der wichtigsten Botschaften lautet:
Reitangst mit 60 bedeutet nicht, dass Du aufhören musst.
Oft zeigt die Angst lediglich, dass bestimmte Erfahrungen oder Sorgen noch nicht verarbeitet wurden.
Mit der richtigen Unterstützung können viele Reiterinnen wieder entspannt reiten, Ausritte genießen und die Verbindung zu ihrem Pferd neu erleben.
Alter ist selten das eigentliche Problem.
Die entscheidende Frage ist nicht, wie alt Du bist.
Die entscheidende Frage ist, ob Du bereit bist, Deiner Angst eine Chance zur Veränderung zu geben.

