Manchmal braucht es gar keine aufwendigen Hindernisse oder komplizierten Übungen. Vier Pylonen reichen oft aus, um wichtige Grundlagen in der Bodenarbeit zu verbessern. Diese Übung eignet sich sowohl für junge Pferde als auch für erfahrene Pferde und lässt sich leicht a das jeweilige Ausbildungsniveau anpassen.
Warum gerade diese Übung?
Viele Pferde fallen auf Geraden nach innen oder außen, verlieren den gleichmäßigen Abstand zum Menschen oder wechseln das Tempo unbewusst.
Durch die Kombination aus Volten und Geraden lernt dein Pferd:
- den Abstand zu dir konstant zu halten
- aufmerksam bei dir zu bleiben
- sauber zwischen Biegung und Geraderichtung zu wechseln
- Übergänge ruhiger und ausbalancierter auszuführen
- sich besser auf deine Körpersprache zu konzentrieren
Ganz nebenbei verbessert sich auch deine eigene Körpersprache und dein Timing.
Der Aufbau
Du benötigst lediglich vier Pylonen.
Platziere sie in einem Quadrat mit ausreichend Abstand zueinander, sodass zwischen den Volten gerade Linien entstehen.
Je größer die Abstände, desto leichter wird die Übung.
Schwierigkeitsstufe 1
Beginne die gesamte Übung im Schritt.
Achte dabei vor allem auf:
- einen gleichmäßigen Abstand zwischen dir und deinem Pferd
- ein ruhiges Tempo
- saubere Volten
- gerade Linien zwischen den Pylonen
Viele Pferde möchten bereits vor der nächsten Pylone wieder in die Volte “hineinziehen”. Genau hier kannst du bewusst darauf achten, dein Pferd wirklich gerade bis zum Wendepunkt zu führen.
Schwierigkeitsstufe 2
Wenn die Linien im Schritt sicher funktionieren, kannst du Übergänge einbauen.
Zum Beispiel:
- Volte im Trab
- Gerade im Trab
- Volte: Trab – Schritt – Trab
- nächste Gerade wieder im Trab
Dadurch lernt dein Pferd, trotz Richtungswechseln und Tempowechseln aufmerksam und bei dir zu bleiben.
Typische Fehler
Gerade am Anfang treten häufig dieselben Schwierigkeiten auf:
- Das Pferd biegt zu früh in die nächste Volte ein.
- Die Gerade wird unbewusst schräg.
- Der Abstand verändert sich ständig.
- Der Mensch schaut bereits zur nächsten Pylone und nimmt dadurch das Pferd ungewollt mit.
Nimm dir lieber Zeit und arbeite langsam. Eine sauber gerittene oder geführte Linie bringt langfristig deutlich mehr als ein hektischer Durchgang.
Unser Tipp
Versuche nicht, jede Kleinigkeit gleichzeitig zu korrigieren. Konzentriere dich pro Durchgang auf einen Schwerpunkt.
Vielleicht heute den Abstand.
Beim nächsten Mal die Geraden.
Danach die Übergänge.
So bleibt die Übung für euch beide entspannt und verständlich.
Fazit
Oft sind es die einfachen Übungen, die den größten Effekt haben.
Vier Pylonen helfen dabei, Grundlagen zu festigen, die später in nahezu jeder Disziplin gebraucht werden, egal ob Bodenarbeit, Freiarbeit oder Reiten.
Wenn du merkst, dass euch genau diese Basics noch schwerfallen oder du dir Unterstützung wünschst, begleiten wir euch gerne auf eurem individuellen Weg, mit pferdegerechtem Training und einem Blick auf das gesamte Mensch-Pferd-Team.



