Wenn Reittechnik allein nicht mehr reicht
Ein ehrliches Gespräch unter Pferdefreundinnen
Kennst du das? Du machst eigentlich alles richtig. Du weißt, wie die Hilfen gegeben werden, du hast Unterricht genommen, dein Pferd kennt die Übungen – und trotzdem fühlt es sich im Sattel irgendwie nicht stimmig an. Als würde da eine unsichtbare Wand zwischen dir und deinem Pferd stehen.
Ich kenne diesen Moment. Und ich weiß: Das hat nichts damit zu tun, dass du „zu schlecht“ reitest oder dein Pferd dich nicht versteht. Es ist eher ein Zeichen dafür, dass gerade etwas in dir nicht ganz im Gleichgewicht ist. Und das ist okay. Wirklich. Es geht so vielen so – sie sprechen nur nicht darüber.
Reiten beginnt im Kopf – und im Herzen
Reiten ist viel mehr als Technik. Natürlich brauchen wir eine gute Basis, klare Hilfen und ein feines Gefühl für den Körper des Pferdes. Aber was oft vergessen wird: Unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere innere Haltung sind genauso wichtig. Wenn du zum Beispiel unsicher bist, weil du mal gestürzt bist oder dein Pferd sich plötzlich komisch verhält – dann spürt dein Pferd das. Es merkt jede kleine Spannung in dir, noch bevor du sie selbst richtig wahrnimmst.
Angst? Du bist nicht allein.
Eines der häufigsten Themen, das ich in meinen Coachings sehe, ist Angst. Nicht immer die große Panik, manchmal einfach so ein unterschwelliges Unwohlsein: Was ist, wenn heute wieder was passiert? Was, wenn ich es nicht schaffe?
Und diese Gedanken blockieren. Sie nehmen dir die Verbindung zu dir selbst – und dadurch auch zum Pferd.
Aber weißt du was? Angst ist nichts, wofür man sich schämen muss. Im Gegenteil: Sie zeigt dir ehrlich, wo es gerade hakt. Und sie ist der erste Schritt zu echter Veränderung – wenn du bereit bist, hinzuschauen.
Pferde spiegeln unsere innere Welt
Das Faszinierende ist: Sobald du anfängst, innerlich aufzuräumen – also alte Glaubenssätze zu erkennen, Gefühle zuzulassen und loszulassen, was dich belastet – verändert sich auch dein Reiten. Plötzlich wird dein Pferd ruhiger. Der Fluss kommt zurück. Und du fühlst dich wieder wie ein echtes Team.
Es ist, als würde dein Pferd sagen: „Ah, da bist du ja wieder. Jetzt können wir wirklich miteinander sein.“
Du musst das nicht alleine schaffen
Manchmal braucht es einfach jemanden, der dir den Rücken stärkt. Der dich erinnert, dass du gut bist, so wie du bist. Dass deine Emotionen genauso wichtig sind wie dein Sitz. Und dass echte Verbindung – mit dir selbst und deinem Pferd – der Weg ist, auf dem die Magie passiert.
Mein Herzensimpuls an dich
Wenn du also merkst, dass du trotz allem Wissen und Können irgendwie feststeckst – dann sei sanft mit dir. Und vielleicht ist genau jetzt der Moment, nicht noch mehr Technik zu trainieren, sondern bei dir selbst anzukommen.
Denn wenn du innerlich klar und ruhig bist, wird dein Pferd dir folgen.
Ganz von allein.
Ganz leicht.
Wenn du magst, sprechen wir mal ganz in Ruhe drüber. Du bist nicht allein – und manchmal braucht’s einfach einen kleinen liebevollen Schubs von außen. 💛